Basische Ernährung

Süßes macht sauer

Säuren entstehen durch die Verstoffwechselung von Nahrungsmitteln: So wirkt sauer, was süß ist (Zucker, weißes Mehl). Denn beim Abbau entstehen Ketosäuren, Milchsäure und andere organische Säuren. Schwefelhaltige Aminosäuren oxidieren zur Schwefelsäuren. Aus Phosphaten wird Phosphorsäure gebildet. Oft wirkt basisch, was sauer schmeckt (Zitronen, Citrus-Früchte, Äpfel). Denn Früchte und Gemüse liefern organische Basen, wie Citrat, Maleat oder Oxalat und basische Mineralien (Kalium, Magnesium). Als Säurebildner gelten also in erster Linie nicht Nahrungsmittel mit einem niedrigen pH-Wert oder saurem Geschmack.

Bei einer gesunden basischen Ernährung sollte das Gemüse mit an erster Stelle stehen. In Japan sind große Kampagnen zur Vermeidung von Herz-Kreislauf- und anderen Zivilisationsrisiken sehr erfolgreich durchgeführt worden. Das Motto war dabei: „Essen Sie jeden Tag „rot – gelb“. Wir können noch die Farbe „grün“ hinzufügen und haben damit wertvolle Basenbildner versammelt.

Überblick über die Wirkung der Lebensmittel

 stark säurebildend

Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker und Süßwaren, süße Getränke wie Limonade oder Cola, Weißmehl und Weißmehlprodukte, Kaffee, Alkohol, Nikotin

 schwach säurebildend

Sahne, Quark, Vollkornprodukte, Nüsse

 Säure-Basen-neutral

naturbelassene pflanzliche Fette und Öle, Butter

 schwach basenbildend

 Trockenobst, Milch, Pilze

 stark basenbildend

 Gemüse, Salat, Kartoffeln, Obst, Kalzium, Kalium, Magnesium

Viele Gemüsesorten eignen sich auch zum rohen Verzehr, damit sind sie noch basischer: Schneiden Sie verschiedene Sorten Gemüse in lange Streifen. Rühren Sie aus magerem Cremequark, frischem Leinöl, etwas Himalaya-Salz, Gewürzen und frischen Kräutern einen Dip und schon haben Sie in wenigen Minuten eine leckere Mahlzeit; dazu Vollkornbaguette und Sie fühlen sich satt und zufrieden.

Sie haben keine Zeit zum Kochen? Wenn Sie frisches Gemüse in einem Wok leicht andünsten, dazu Vollkornnudeln mit Olivenöl und frischen Kräutern, haben Sie in weniger als einer halben Stunde eine köstliche Mahlzeit. In der Zwischenzeit öffnen Sie Ihr Fenster und führen eine leichte Gymnastik durch. Atmen Sie dabei tief und gleichmäßig. Genießen Sie die sanfte Bewegung und atmen lange aus, damit das Kohlendioxyd (CO2) - auch ein Säurebildner - abtransportiert wird.

Und dann zur Entspannung einen Kaffee. – Aber, Hand aufs Herz – entspannt er wirklich? Ist es nicht die lange Gewohnheit, die Erinnerung an viele Kaffeestündchen, die uns signalisiert: Jetzt können wir uns ein wenig ausruhen. Kaffee säuert nicht nur stark, sondern entwässert zudem den Körper. In Frankreich und Italien gibt es zu jeder Tasse Kaffee frisches Wasser. Wenigstens das sollten Sie Ihrem Körper gönnen. Auch beim Kaffee macht die Menge das Gift. Wenn Sie schrittweise den Kaffee reduzieren und stattdessen köstliche Kräuter- und Früchtetees trinken, fällt es gar nicht so schwer.

Tipp für Diabetiker: Vor allem Diabetiker leiden an chronischer Übersäuerung (Azidose). Ihre Folgeerkrankungen werden nicht nur durch hohe Zuckerwerte und freie Radikale, sondern auch durch die hohe Säurebelastung verursacht. Auch bei Leistungssportlern werden Säuren im hohen Umfang produziert und sollten abgepuffert werden. Bei beiden Gruppen ist eine basenreiche Kost und die regelmäßige Einnahme von Citraten besonders wichtig.

Der ganzheitliche Weg zu einem basischen Leben:

  • vorwiegend basische Ernährung mit viel frischem Gemüse, Vollkorn und Obst
  • gleichmäßige, tiefe Atmung zum CO2-Abtransport
  • regelmäßige Spaziergänge zum Sauerstoff-Tanken und Kohlendioxid-Abatmen
  • Zeit für innere Gelassenheit durch Meditation und Tiefenentspannung – nicht „sauer“ reagieren
  • Genussgifte reduzieren. (Der Genuss liegt nicht in der Menge!)

Wichtig ist, wie Ihr Körper die Nahrung aufnehmen kann. Oft ist das Verdauungssystem so geschädigt, dass die natürlichen Lebensmittel nicht mehr richtig verdaut werden. Das Gift im Körper verlangt nach Gift von außen. Wir haben dann Appetit auf vieles, was uns eigentlich nicht gut tut. Wir richten uns sozusagen in der Schieflage unseres Stoffwechsels ein und merken gar nicht, dass wir damit den schlechten Zustand stabilisieren.

Für viele Menschen ist es daher empfehlenswert, vor der Umstellung auf ein basenreiches Leben mit mehr Lebensqualität eine Sanierung des Darms und des gesamten Körpers vorzunehmen. Führen Sie daher Ihre persönliche Basenkur durch und helfen Sie damit Ihrem Stoffwechsel, sich von der Säurenbelastung zu befreien

Zu bedenken ist dabei, dass auch basische Kost sauer wird, wenn sie im Darm in Gärung übergeht. Daher sollten Nahrungsmittel intensiv gekaut werden und Obst niemals abends oder zusammen mit Getreide verzehrt werden. Sonst entstehen durch alkoholische Gärung Giftstoffe und Fuselalkohole, die den Organismus belasten. Ein basisches Lebensmittel, das unter Stress verzehrt wird, erzeugt Säuren, weil es im Darm zu den erwähnten Gärungsprozessen führt.

Wer durch Rohkost trotz guten Kauens dennoch Blähungen bekommt, sollte anfangs Gemüse oder Getreide gedünstet essen. Nach der Erholung des Darms kann man die Zufuhr von frischer roher Kost schrittweise steigern. Die Verträglichkeit bessert sich mit der Gewöhnung.

Um Ihren Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, beginnen Sie am besten mit einer Basenkur:

Die ein- bis zweiwöchige Basenkur als Start

  • Ernähren Sie sich in dieser Zeit rein pflanzlich (ergänzt mit Milchprodukten).
  • Essen Sie langsamer; denn wer mehr kaut, hat mehr vom Leben (als Übung wirklich 20-30 mal kauen) und verhindert so Milchsäuregärung im Darm.
  • Sorgen Sie für eine gute Verdauung durch Ballaststoffe, (ggf. Flohsamenschalen als Quellstoff einnehmen).
  • Trinken Sie reichlich zur Entgiftung und Ausscheidung der Stoffwechselschlacken: 2-3 Liter Kräutertee, stilles Wasser, am besten mit Osmose aufbereitetes Wasser.
  • Achten Sie auf den Stressabbau (viel Bewegung an der frischen Luft, Entspannung, genügend Schlaf).
  • Einnahme eines Basenpulvers, das reich an Citraten, Kalium, Magnesium, Calcium und frei von Natrium ist.
  • Regelmäßige Basenbäder regen die Entsäuerung über die Haut an und entspannen. Molke pflegt die Haut.
  • Anregung des Lymphsystems durch Bürsten-Massage oder Chi-Gerät
  • Mobilisierung von sauren Schlacken aus dem Bindegewebe durch ein Tiefenwärme-Licht-System