Stress macht uns krank

An was denken Sie zuerst, wenn Sie an Stress denken? An glatzköpfige Unternehmensbosse mit dem Handy in der Hand? An junge Mütter und Väter, die versuchen, ihren Job, die Termine ihrer Kinder und den Haushalt gleichzeitig zu jonglieren? Oder vielleicht auch an Ihre eigene To-Do-Liste und die zwei Geburtstagseinladungen am kommenden Freitag, während bei der Arbeit ein wichtiger Termin ansteht, für den Sie noch eine Menge vorbereiten müssen?

An den wenigen Beispielen (und Sie selbst haben vermutlich an weitere gedacht) wird bereits deutlich, wie sehr Stress jeden von uns betrifft und zum selbstverständlichen Teil unseres Lebens geworden ist. Einerseits ist er dabei durchaus positiv besetzt und sozusagen ein Statussymbol: Nur, wer viel zu tun hat, leistet etwas und ist etwas wert. Auf der anderen Seite ist es ein offenes Geheimnis, dass Stress krank macht. Welche Assoziationen kommen Ihnen dazu als erstes in den Sinn? Der Herzinfarkt als „Managerkrankheit“? Übelkeit vor einem wichtigen Gespräch? Unkontrolliertes Essen in langanhaltenden Stressphasen?

Wahrscheinlich haben Sie auch hier Ihre eigenen Beispiele gefunden. Die Auswirkungen von Stress auf den Körper sind ebenso vielfältig wie Stress selbst und im besten Fall unangenehm, im schlimmsten Fall lebensbedrohlich. Besonders schwer zu schaffen macht dem Körper Dauerstress. Anzeichen dafür, dass Sie unter Dauerstress stehen, sind:

  • Sie sind häufig Situationen ausgesetzt, die Sie als stressig empfinden.
  • Sie befinden sich oft im Multitaskingmodus.
  • Sie haben häufig das Gefühl, zu viel in zu kurzer Zeit erledigen zu müssen.
  • Sie bewegen sich wenig.
  • Sie fühlen sich oft ohne Grund müde und ausgebrannt.
  • Sie schlafen zu wenig und/oder schlecht.
  • Sie fühlen sich oft angespannt und/oder niedergeschlagen.
  • Sie fühlen sich häufig überfordert und/oder verwirrt.
  • Ihre Libido (Interesse an Sex) ist geringer, als Sie es sich wünschen würden.
  • Sie haben häufig Schwierigkeiten, sich an Dinge zu erinnern und/oder sich zu konzentrieren.
  • Sie leiden häufig unter Spannungskopfschmerzen oder unter Verspannungen des Nackens und Rückens.
  • Sie sind oft krank oder erkältet.
  • Sie nehmen leicht an Gewicht zu. Sie machen gerade eine Diät oder achten genau darauf, was Sie essen. Sie haben schon oft versucht, Ihr Gewicht unter Kontrolle zu bringen.
  • Sie haben oft Heißhunger auf Kohlenhydrate (Süßigkeiten oder Brot, Nudeln…).
  • Sie leiden unter Verdauungsstörungen (Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Sodbrennen, Magenschleimhautentzündungen)

Je mehr dieser Punkte auf Sie zutreffen, desto dringender unser Rat: Lesen Sie weiter! Im Folgenden finden Sie die Antworten auf viele Fragen: Woran liegt es, dass Stress unseren Körper auf diese Weise verändert? Welche langfristigen Wirkungen kann Dauerstress auf den Körper haben? Was haben Stress und Verdauung miteinander zu tun? Und natürlich: Was können Sie selbst tun, um der Stressspirale zu entkommen?

Zunächst lassen Sie uns aber einen Blick darauf werfen, wie unser Körper natürlicherweise auf Stress reagiert. Nur so lässt sich die verheerende Wirkung von Dauerstress verstehen.

 

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