Basen und Mineralstoffe

Eine Anti-Stress-Ernährung ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass sie wenig Säure- und viele Basenbildner enthält. Über die verstärkte Bildung des Adrenocorticotropinen Hormons (ACTH) führt Stress zur Bildung von Aldosteron und Cortisol. Beide wirken, indem Wasser und Salz in der Niere rückresorbiert werden, während Kalium, Magnesium und Calcium verstärkt ausgeschieden werden – mit all den oben erwähnten negativen Folgen für den Körper. Der Körper greift auf diesen Mechanismus zurück, um im Körper entstehende Säuren zu neutralisieren. Kurzfristig schützt Cortisol den Körper also vor Übersäuerung. Eine hohe Zufuhr an Säurebildnern (vor allem tierisches Protein) mit der Ernährung führt daher zu erhöhten Cortisolspiegeln, das ist inzwischen auch in Studien gut belegt.

In akuten Stresssituationen (Adrenalin) tritt häufig lokal eine Azidose auf (s. o.). Eine ausreichende Bikarbonat-Pufferkapazität ist Voraussetzung dafür, dass unser Körper Milchsäure, die in Abhängigkeit von der produzierten Menge toxisch sein kann, aus dem Gewebe abtransportieren kann. Bei reduzierter Pufferkapazität und Sauerstoffversorgung sind örtliche Gewebsazidosen vorprogrammiert. Diese betreffen insbesondere die stoffwechselintensiven Organe Gehirn und Herz. Auch die Fließgeschwindigkeit des Blutes wird verzögert, u.a. durch eine Azidosestarre der roten Blutkörperchen, wodurch die Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Aber auch Stoffwechselprodukte, wie z. B. Säuren, können nicht mehr abtransportiert werden. Die Folge können bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall reichen. Bei einer solchen akuten Azidose ist daher die Einnahme von Natriumbikarbonat sinnvoll, um die Bikarbonat-Pufferkapazität zu optimieren. Aber man sollte es erst gar nicht dazu kommen lassen, sondern für einen ausgeglichenen Säure-Basen- und Mineralstoff-Haushalt sorgen.

Bei Dauerstress schleust Cortisol aufgrund der chronischen Azidose große Mengen an Kalium, Magnesium und Calcium aus dem Körper (s. o.), weshalb chronischer Stress eine Osteoporose begünstigt. Besonders bei dauerhaftem Stress ist daher eine Ernährung mit ausreichend Gemüse, Obst, Kräutern und Nüssen wichtig. Diese Lebensmittel enthalten viel Kalium, Calcium und Magnesium. Unterstützend kann hier auch ein kaliumreiches Citrat-Basenpulver eingenommen werden, das zusätzlich Magnesium und Calcium in einem natürlichen Verhältnis von etwa 2:3 enthält. Dieses kann und soll eine gesunde Ernährung zwar nicht ersetzen, in besonders stressigen Phasen kann es aber dem Körper eine wichtige Stütze bei der Aufrechterhaltung eines gesunden Mineralstoffverhältnisses im Körper sein. Die Mineralstoffe sollten dabei an die Salze organischer Säuren, z. B. an Citrate, gebunden sein, da diese zusätzlich Säuren neutralisieren.

Während Kalium, Magnesium und Calcium reichlich aufgenommen werden sollten, sollten Sie gleichzeitig versuchen, Ihren Kochsalzkonsum (NaCl) einzuschränken. Denken Sie dabei nicht nur an das Salz, das Sie über Ihre Mahlzeiten

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