Ernährung

Manche Lebensmittel wirken im Körper sauer und manche basisch. Diese Wirkung hat aber nichts mit dem Geschmack zu tun: Obst schmeckt zwar sauer, ist aber basenbildend, weil es reich an basischen Mineralien wie Kalium und Magnesium ist und organische Basensalze wie Citrat enthält. Citrat ist das Salz der Zitronensäure und wirkt im Körper basisch, indem es je Citrat-Molekül drei Säure-Moleküle bindet und so hilft, sie zu verstoffwechseln.

Die moderne Ernährung enthält meist zahlreiche Säurebildner und wenig Basenbildner (siehe im folgenden Abschnitt „Wirkung der Lebensmittel“). 

Bei Bewegungsmangel überfordert zu viel Zucker unsere Zellen. Sie können ihn nicht richtig verbrennen und wandeln ihn deshalb teilweise in Säuren um. Doch vor allem sind es zu viel Wurst, Fleisch, Käse und andere tierische Eiweißträger, die den Darm belasten, den Energiestoffwechsel in der Leber blockieren und eine Übersäuerung begünstigen. Die übermäßige Aufnahme an fixen Säuren über die Nahrung fordert vor allem die entsäuernden Organe: Leber und Niere. Auf Dauer kann die Säurebelastung die Funktion dieser Organe beeinträchtigen. Mehr dazu unter „Wurzel der Übersäuerung sitzt in Darm & Leber“ und „Nierensteine und Nierenschutz“.

Wirkung der Lebensmittel

Stark säurebildend:
Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Süßwaren, Limonade oder Cola, Weißmehlprodukte, Kaffee, Alkohol, Nikotin, Sulfat, Sulfit, Phosphate, Chloride, Salz 

Schwach säurebildend:
Milch, Joghurt, Sahne, Vollkornprodukte, Nüsse

Säure-Basen-neutral:
naturbelassene pflanzliche Öle, Butter

Basenbildend: 
alle Gemüsesorten (z. B. Tomaten, Möhren, Zwiebeln, Pilze, Rotkohl, Blattsalat, Kartoffeln), alle Obstsorten (z. B. Äpfel, Beeren, Zitrusfrüchte), alle Kräuter, Mineralwasser, ungeschwefeltes Trockenobst, Kalium, Magnesium, Calcium

Der Säure-Basen-Stoffwechsel ist ein wichtiges, aber nicht das einzige Kriterium, an dem sich eine gesunde Ernährung orientiert.

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