Darmfunktion

Wenn man bedenkt, dass der Mensch aus rund 30 Trillionen Zellen besteht, aber mit Einberechnung der Darmflora von mindestens 40 Trillionen bis 100 Trillionen Mikroben bewohnt wird, so ergibt dies deutlich mehr Keime als Körperzellen. Damit ist leicht zu verstehen, dass unser gesundheitliches Wohlbefinden mit unserer belebten inneren mikrobiellen Lebensgemeinschaft in einem wechselseitig abhängigen Verhältnis steht. Eine gesunde Darmflora trainiert das Immunsystem, schützt vor Krankheitserregern und unterstützt die Verdauung. Eine kranke Darmflora hat fatale Folgen für unsere Gesundheit und die Keimflora des Blutes.

Der intensivste Kontakt, den wir mit unserer Umwelt haben, entsteht im Darm, und daher ist dort das größte Immunsystem unseres Körpers angesiedelt. Der Darm verfügt über dreimal mehr Antikörper produzierende Immunzellen als Knochen mark, Milz und Lymphknoten zusammen. Im Darm werden die Immunzellen trainiert. Neben dem Gehirn verfügt der Darm über die größte Anhäufung von Nervenzellen, man spricht daher mit Recht vom Bauchhirn. 80% des gesamten Serotonins, des wichtigsten Wohlfühlhormons (antidepressiver Neurotransmitter), werden im Darm produziert.

Unsere modernen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten führen zu einer massiven Belastung des Darms und Störungen seiner Hauptfunktion, der Aufnahme (Resorption) von Nährstoffen. Die Folge ist Mangelernährung bei überfülltem Esstisch, weil die nötigen Vitalstoffe aus der Nahrung nicht mehr aufgenommen und assimiliert werden können. In diesem ungesunden Milieu gedeihen Pilze, Parasiten und schädliche Darmbakterien.

Wussten Sie, dass unser Körper täglich 8 – 10 Liter Verdauungssäfte produziert? Der reibungslose Ablauf des komplexen Verdauungsprozesses ist uns am wenigsten bewusst. Wir spüren nur, wenn er mal nicht so richtig funktioniert. Diese Störungen sind aber nur die Spitze des Eisbergs.

Bei fast allen chronischen Krankheiten liegt ein kranker Darm vor; 60% der Europäer leiden an Besiedelung des Darms mit Pilzen (Darmmykose als Folge der Fehlernährung und – nach eigener Beobachtung – der Mundmetalle (Amalgam).

Die Folgen eines gestörten Darmmilieus sind Allergien, Immunschwäche und Mikroben im Blut. Zudem kommt es zu einer mangelhaften Resorption von lebenswichtigen Vitalstoffen. Leiden Sie an Asthma und anderen Allergien, sollten Sie als erstes Ihren Darm entschlacken und Ihre Darmflora sanieren. Versteckte Lebensmittelallergien (Weizen, Gluten, Milch, Milchprodukte, etc.) sind häufig unerkannt, aber überfordern das Immunsystem und fördern die Entstehung anderer Allergien.

Chronische Magen- und/oder Darmverstimmung verursacht entweder Verstopfung oder losen Stuhl. Krankheiten in der Wohlstandsgesellschaft sind häufig mit chronischer Verstopfung verbunden, von der 30 - 35% der Bevölkerung bereits betroffen sind. Verstopfung führt zu Selbstvergiftung (Autointoxikation), da auch einwandfreie Nahrung durch zu langes Verbleiben im Verdauungstrakt Gifte produziert.

Zusammen mit den Nährstoffen werden diese Gifte ins Blut aufgenommen und zu den Zellen transportiert. Wenn der Körper mit dem Ausscheiden der Gifte nicht mehr nachkommt, werden diese in verschiedene Geweben abgelagert und verursachen entsprechende Krankheiten.

Regelmäßiger Stuhlgang, idealerweise einmal täglich mit einer Passagezeit von max. 24h, ist die Basis guter Gesundheit. Die durchschnittliche Verweildauer können Sie durch den Verzehr von Spirulina oder Rote Beete durch farbliche Veränderung am nächsten Tag beobachten. Auch chronische Durchfälle sind ein wichtiges Alarmsignal, dass mit der Darmgesundheit etwas nicht stimmt. Es ist wichtig, diesen Signalen frühzeitig nachzugehen.

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